Ein neuer Anfang
Die Flucht in eine neue Welt
Es begann im November des Jahres 7
Die Welt bietet keinen Schutz mehr
Überall auf der Erde ist Krieg. Der Kampf um die letzten Ressourcen begann vor 3 Jahren. Alle Grenzen und Ordnungen, die einst dem Schutze der Menschheit dienten, sind zerstört. Noch wenige Wochen und alles Leben ist ausgerottet. Was bis jetzt überlebte, hat sich kilometerweit in die Erde geflüchtet, doch das ist nicht mehr lange möglich. Der den Globus umhüllende Staub, lässt keinen Sonnenstrahl mehr durchdringen. Es ist kalt, es ist dunkel. Das atmen fällt schwer, die letzten Lebensmittel sind so gut wie aufgebraucht. Noch 1, vielleicht 2 Wochen können wir hier noch bleiben. Die Welt, die einst unsere Heimat war, ist nicht mehr länger unsere…
Die Mechanixx, durch einen Virus mutierte Menschen, haben die Kontrolle übernommen und grasen wie Heuschrecken die Erdoberfläche nach Leben ab, auch ins Erdreich dringen sie vor. Grausame Wesen, die Mensch und Tier sprichwörtlich das Leben aussaugen. Kein Lebewesen kann ihnen entkommen.
Jetzt, oder nie!
Ralfi, Juliette und ich sind die Letzten unserer Gruppe, alle anderen sind tod. Ob es irgendwo noch weitere Überlebende gibt, weiss keiner. In 2 Kilometer Tiefe haben wir unser Lager, Technik versorgt uns mit Sauerstoff, es ist kein Leben wie wir es von früher kennen.
Heute fliehen wir, vielleicht haben wir eine Chance, woanders, nicht hier, in einer anderen Welt.
Ralfi ist unser Genie, er bastelt schon seit Jahren an einem Teleporter. Er hat ihn nie testen können, die Energie die dafür benötigt wird ist so gewaltig, dass es nur für einen Versuch reicht. Er muss sich also auf sein Wissen und etwas Glück verlassen. Wir vertrauen ihm, was hätten wir auch sonst tun. Der Tod ist uns sicher, aber lieber sterbe ich bei dem Versuch zu überleben.
"Macht euch bereit, es ist soweit, wir haben ein Zeitfenster von 30 Sekunden." Ralfi bereitet den Teleporter vor. Alles geht ganz schnell. Wir wissen was zu tun ist und stellen uns auf ein Podest umringt von Schläuchen und blinkenden Lampen. Ein helles Licht, ein lautes brummen. Ich habe Angst. Mein Körper fühlt sich an, als ob er schmilzt. Ich habe Schmerzen, unglaubliche Schmerzen. Ich höre ein Pfeifen, es wird immer lauter. Die Schmerzen sind unerträglich. Ralfi schiebt den Schubregler mit letzter Kraft immer weiter nach vorne. Julie und ich halten uns in den Armen und tränen fließen uns die Wangen herunter. "Irgendwann werden wir uns wiedersehen, versprochen." ruft Ralfi zu uns rüber, lächelt und schließt die Augen. Er wird sein Leben geben, um unseres zu retten...
Ein gewaltiger Blitz schießt durch unsere Körper, ...dann ist es still.
Wo bin ich?
Ich spüre meinen Körper kaum. Ich kann nichts sehen und ich liege hilflos wie ein Neugeborenes völlig nackt und zusammengekauert am Ufer eines Sees. Mir ist kalt, immer noch, aber Ich bin erleichtert. Ich realisiere, dass die Flucht von der Erde geglückt ist und ich in einer anderen, fremden Welt gelandet bin. Egal was mich hier erwartet, alles wäre besser als der Tod auf der Erde. Ich setze mich. Ich weiß nicht wie lange ich unterwegs war und wo ich bin, aber ich fühle mich in Sicherheit, es ist so friedlich hier, so ruhig. Ich schaue mich um. Wo ist Julie?
"Neeeeeiiiiiinnnnnnnnn!!!" ...sie hat es nicht geschafft…
Der Schmerz lähmt meinen Körper, ich weiß nicht wie lange ich da schon sitze - es wird Nacht. Plötzlich höre ich eine Stimme, sie klingt vertraut. Eine Gestalt kommt auf mich zu. Ängstlich suche ich Schutz hinter einem Busch. Geschwächt von den Strapazen falle ich in Ohnmacht.
Der Neuanfang
Als ich wieder zu mir komme liege ich auf einer Bank im Freien. Vögel zwitschern und das Meeresrauschen hat eine beruhigende Wirkung. Um mich herum laufen diese Gestalten. Katzenmenschen, Menschen mit Katzenohren und Schwanz - wer sind die? Einer von ihnen kommt auf mich zu. "Wie fühlst du dich? Ich bin Jabba, wir kümmern uns um dich, hab keine Angst." flüstert er mir zu. Er reicht mir etwas zu Essen und Kleidung. Hier ist es schön, aber auch unheimlich. Ich fühle mich sicher, aber trotzdem eigenartig. Wo bin ich? All meine Fragen bekomme ich beantwortet, von Jabba. Er weiß es, erklärte mir alles, und seine Freunde haben mich liebevoll aufgenommen. Nach vielen Gesprächen war mir nun klar, was passierte, warum ich hier war. Eine Fehlfunktion des Teleporters löste eine Verschiebung der Zeiten aus, ich bin in einer Zwischenwelt gelandet. Diese Welt existiert parallel zur Wirklichkeit, der Erde, wie wir sie kannten, wir befinden uns in der 4. Dimension. Es gab sie also wirklich.
Mein neues Leben
Es vergehen Monate, Jabba und ich sind mittlerweile sehr gute Freunde und machen vieles gemeinsam. Jeden Tag denke ich an Julie. Ich wollte nicht glauben dass sie nicht mehr bei mir ist. Jeder Gedanke an sie zerriss mir das Herz. Ich muss mich ablenken und nach vorne schauen. Ich unternehme viel, erkunde, forsche. Es ist eine tolle Gemeinschaft hier. Ich erlernte das Bauen und machte mich mit neuen Technologien vertraut. Einige Zeit später bot mir Jabba einen Job an. Ich war nun ein Mitarbeiter der Annuna Technologies. Ich konnte mich recht schnell an die Gegebenheiten und die Art des Lebens hier gewöhnen. Mit den Fähigkeiten und dem Wissen das ich mir erarbeitet habe, wollte ich mich an neue Herausforderungen wagen. Eines Tages erfuhr ich, dass es weitere Welten innerhalb dieser Welt gab und die Fortbewegung jene ist, die mich erst an diesen Ort gebracht hat. Jetzt erschien mir die Suche nach Juliette wieder möglich. "Vielleicht ist sie nur woanders gelandet", hoffte ich. Es erschien mir nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Julie und ich wieder vereint sind.
Tag für Tag suchte ich nach ihr. Bei meiner Reise traf ich viele Menschen von der Erde wieder. Es waren einige, die es geschafft hatten, sich zu retten. Diese Welt hier ist so unglaublich. Es ist eine Welt voller Gegensätze. Es gibt viel Verrücktes hier, aber Respekt und Anerkennung sind Dinge, die ich schon gar nicht mehr kannte. Hier gab es sie wieder.
Am Ende der Suche
Monate bin ich auf der Suche nach Julie, und jetzt gebe ich auf. Ralfi sagte zwar immer, ich solle an das Unmögliche glauben, aber ich kann nicht mehr. Zu viel Kraft hat mich die Suche gekostet, ich bin müde. Jabba, Trixi und meine Freunde aus der Annuna-Gruppe, die mich wieder aufmuntern wollen, schleppen mich eines Abends zu einer Party. Es wurde getanzt und gelacht, aber ich bin noch nicht soweit, mein neues Leben endgültig zu akzeptieren. Immer wieder schießen mir die Bilder und Erinnerungen von Julie durch den Kopf. Ich hatte den Glauben an den Sinn des Lebens wieder verloren.
Ich sitze etwas abseits. Ich dachte mir, "mach dich frei von allen negativen Gedanken". Alle um mich herum sind so fröhlich und ausgelassen. Ich muss einen Weg finden, das erlebte zu vergessen und versuche, mich mitreißen zu lassen. Plötzlich erfasst mich ein eigenartiges Gefühl. Ich weiß nicht was es ist, aber alles wird in ein warmes Licht gehüllt. Trixi steht hinter mir und tippte mir auf die Schulter. Noch während ich mich umdrehte fängt mein Herz wie wild an zu rasen. Regungslos stehe ich da. Und starre. Ist sie es wirklich oder nur eine Fantasie meiner verzweifelten Wünsche? Sie streckt mir ihre Hand entgegen. Ich reibe mir die Augen und hole tief Luft. "Ich bin es wirklich." haucht sie mit ihrer zarten Stimme. Die Musik, die Menschen, alles um mich herum spielt sich wie in Zeitlupe ab. Sie streichelt mir zärtlich über das Gesicht, Tränen rinnen mir die Wangen hinunter. Sie ist es wirklich, ich bin überglücklich. Dayn und Julie sind wieder vereint.
Die neue Heimat
Während dieser ganzen Ereignisse tüfftelte Jabba an einer "neuen Welt" für die Annunas. Einer Welt nur für uns. Alle hoffen nun, das auch Jabbas Traum in Erfüllung geht. In diesem Fall ist es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis Annuna Prime Wirklichkeit wird...